Schweinswale

Schweinswal, fotografiert bei den Farallon Islands von econymph13.

Am 3. und 4. Juli soll in der Bucht von Eckernförde die sogenannte „4 Elements Challenge“, ein Rennen mit hochmotorisierten Schlauchbooten, stattfinden. In dem Küstenabschnitt, der 15 km tief in das Land hineinragt, ziehen neuerdings Schweinswale, die in der Ostsee gefährdet sind, ihren Nachwuchs groß. Durch den Lärm der Boote, die bis zu 90 km/h schnell fahren, können die Walmamas und ihre Kinder gestört werden.  Die Bucht ist ein sogenanntes FFH-Schutzgebiet (.pdf), dass heißt sie wird durch eine europäische Richtlinie vor schädlichen Eingriffen geschützt.

Aktuell gibt es viele Protestaktionen gegen die geplante Rallye. Eine Möglichkeit, schnell und einfach aktiv zu werden, wird auf den Internetseiten der „peta“ beschrieben. Dort findet man eine bereits formulierte eMail, die an den  Bürgermeister der Stadt Eckernförde, Jörg Sibbel, geschickt werden kann. Leider hat die Stadt aber nur begrenzte Interventionschancen, so dass die Rallye bisher noch nicht abgesagt wurde, obwohl der Bürgermeister bereits  öffentlich darum gebeten hat. Ich kann aber nicht glauben, dass die Öffentlichkeit und ihre Einrichtungen unfähig sind, irgendetwas gegen die Rallye zu unternehmen und würde es schrecklich finden, wenn sie trotz der Proteste stattfindet.

Who is it?

koehlerBundespräsident – fotografiert von carlsonimkeller

Angela Merkel, die sich vergangenen Sonntag bei „Anne Will“ als „Staatsoberhaupt“ bezeichnet hat, findet selten so klare Worte wie Horst Köhler, Deutschlands einzige wahre Vorsteherdrüse. In dessen Grundsatzrede vom 24.03. verknüpfte er persönlichen Bekenntnissen über die eigene Verwicklung in die Ursachen der Krise mit Gemeinplätzen über ihre angeblichen Eigenschaften. „Ich will Ihnen eine Geschichte meines Scheiterns berichten“ beginnt der Bundespräsident seine Rede – und endet mit den üblichen Durchhalteparolen: „Da bieten sich gerade uns Deutschen große Chancen“.

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Der Vibrationsalarm geht direkt unter meinem Kopfkissen los. Draußen trübe, naß. Gerade haben die Medien berichtet, die USA hätten die Durban II Konferenz abgesagt, weil Israel im Entwurf für das Abschlussprotokoll „erwähnt“ werde. Mein Eindruck ist, dass es darin eigentlich nur um Israel geht.

Gleich geht der Tag los: ein Buch lesen und eine Hausarbeit schreiben. Dabei geht es wieder um den Klimawandel … mal schauen, ob ich dieses Mal was bahnbrechendes herausfinde. Immerhin ist das meine erste Hausarbeit im Fach Jura.

Ergänzung:
Im Übrigen bin ich Tebb sehr für Musiktipps dankbar. Die Beschallung des Wochenendes erfolgt durch The Kills und 31 Knots.

MGMT-Kids

Weil ich davon gerade nicht genug bekommen kann:

Direkt

daimlerschrott

Aus Anlaß der Veröffentlichung des katastrophalen Geschäftsberichtes der „Daimler AG“ ein knappes Statement: Wer – in Verkennung des öffentlichen Drucks und der ökologischen und sozialen Anforderungen – wie Dieter Zetsche, CEO von „Daimler“, dem Verbrennungsmotor eine großartige Zukunft vorhersagt (bspw. Oktober 2008 in „IP“ und vor kurzem im „heute journal“ bzw. ironisch bei „Extra 3″), der hat’s auch nicht anders verdient. Das Dumme ist bloß, dass nun, wie ja meistens in solchen Fällen, nicht diejenigen „rausfliegen“, die es ohnedies nicht besser verdient hätten, sondern dass, man ahnt es schon, das Defizit durch „Verschlankung der Organisation“ (SpOn) und „Anpassung von Produktion und Beschäftigung über flexible Arbeitszeitmodelle“ (Daimler selbst) abgebaut werden soll.

Aber vielleicht hat „Daimler“ wenigstens hinsichtlich der Technologien etwas gelernt? Nein: Statt sich von dem grundsätzlichen Fehler, der starrsinnigen Fixierung das Geschäftsfeld „Mobiler Individualverkehr“ zu lösen, und also andere Möglichkeiten zu erkunden, durch die man weniger soziale und ökologische Schäden anrichtet, werden acht Milliarden Euro in angebliche „Zukunftssicherung“ investiert. Damit ist die „Optimierung konventioneller Antriebstechnologien“ gemeint. Als ob sich damit irgendwessen Zukunft sichern ließe.

In seinem dreiteiligen Animationsfilm „Wie funktioniert Geld?“ erklärt der Bremer Mediendesigner Max von Bock sein Verständnis von Geld. Weil er beruflich einer ist, der „was mit Medien“ macht, kennt er sich leider nicht besonders gut damit aus. Also fallen wichtige Ansätze der Soziologie (Geld als Kommunikationsmedium), der Alchemie (Geld: „Dies Metall lässt sich in alles wandeln“) und der Philosophie (Geld als Abstraktionsleistung) leider unter den Tisch. Anstelle dessen gibt es eine kreative Story: Außerirdische haben das Geld erfunden, um damit die Menschen auszubeuten und zu sie versklaven. Die merken aber nichts von dem Betrug, weil sie die fremden Eindringlinge nicht sehen, die sie mit fieser Heimtücke überlistet haben.

geld1

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messina1

„Doch schon kündigte sich die nächste Gefahr an, denn aus der Ferne vernahmen sie das Donnern von Charybdis. Dies war ein gefährliches Ungeheuer, das dreimal täglich die Meeresflut bis auf den Grund einschlürfte. Schiffe, die sich ihr näherten, wurden ebenfalls von ihr verschluckt. Ihr gegenüber befand sich Skylla, ein Meeresungeheuer mit weiblichen Oberkörper und sechs wilden Hunden als untere Körperhälfte. Als sie nun Charybdis auswichen, kamen sie Skylla zu nahe. Diese packte sich mit einem Griff gleich sechs der Gefährten und zermalmte sie. Mit Grauen hörte Odysseus die jammervollen Schreie der Unglücklichen und vergaß nie diesen schrecklichen Anblick“ (Die Odyssee, „Die Sirenen – Skylla und Charybdis„).

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TOFU ♥ YOU

Im webzwonulligen Glotzesubstitut „YouTube“ habe ich das folgende Video gefunden.

Entstanden ist es im Rahmen einer Diplomarbeit an der FH Augsburg, die den Titel „Kommunikationsideen für eine bessere Welt mit Tofu“ trägt. Zu dem Projekt gibt es auch eine Internetseite. Analog zu diesen Bildern ist das folgende Umfrageergebnis interessant: „Bei mehr als 90 Prozent der Deutschen kommt Fleisch täglich oder mehrmals pro Woche auf den Tisch. Einen hohen Preis will man für Schnitzel, Wurst etc. aber nicht ausgeben“ (YouGov).

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