Anmerkungen zur Berichterstattung: China, Tibet, Pandas …

Man ist von der deutschen Öffentlichkeit, zumal von der Internetgestützten, ja viel Abstoßendes gewohnt. Insbesondere in der jüngeren Vergangenheit nerven Spiegel Online und seine Flakhelfer mit aufdringlichen Artikeln, zum Beispiel zum Thema Tibet. „Free Tibet“ kreischen dann auch die uninformierte Mitbürger – und freuen sich heimlich, dass auch sie einmal ein politisches Statement abgeben durften, das aber leider keines ist. Denn eines finden zivilisationsmüden Deutschen super: Fundamentalistische Radikale, die mal richtig Bambule machen. Und dafür haben sich die tibetanischen Separatisten auch den günstigsten Moment ausgesucht. Oder wann wird man schneller an die Oberfläche der Medienmeeres gespült als wenn gerade eine sportliche Großveranstaltung ansteht?

Und weil in Deutschland alle auf die Mönche fliegen (während sich diese für westliche Errungenschaften, z.B. Laizismus, nicht so interessieren) können die Boulevardzeitung BILD und SPIEGEL ihre Printausgaben und Internetauftritte auch so gut unters Volk bringen. Mit religiösem Fundamentalismus hat man auch hierzulande Erfahrungen. Aber was machen die Betroffenheitsmedien nur bei einem Erdbeben, wie es zum Beispiel gerade im dichtbesiedelsten Teil des bevölkerungsreichsten Landes der Erde stattgefunden hat. Naja, bezeichnenderweise heißt es dann:

„Pandas überstehen Erdbeben unverletzt“

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  1. Gut, dass es eine Stimme gibt, die solches erkennt …

    Markus Termin




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