Später Kommentar zur Krise

Sonnenuntergang in Suburbia – dem Epizentrum der Finanzmarktkrise. Foto: phil_h

Die Krise an den Finanzmärkten findet – wie angekündigt – statt. Aber die Art und Weise, wie sie von den Regierungen genutzt wird, untersagt den Kapitalismus- und Wachstumskritiker_innen jedes Triumphgeschrei.   Was linke Publizit_innen bereits vor Jahrzehnten angemahnt haben, weiß heute jede_r: „Finanzderivate gefährden die Stabilität des Weltfinanzsystems“ – wie es bereits 1994 in einem Artikel der linken Schweizer „Wochenzeitung“ (WOZ) hieß.

Daran sind nicht irgendwelche „gierigen Bänker_innen“ schuld, und auch keine internationale sozialistische Verschwörung. Es handelt sich viel mehr um eine immanente Funktion des marktwirtschaftlichen Systems, in dem Geldvermehrung keinen zusätzlichen Reichtum schöpft und das bei seiner Arbeit auf den Abbau des Gemeinwesens setzt. Statt den Hals aus der Schlinge zu ziehen, müssen sich alle politisch verantwortlich zeigen. Die Frage „Was ist Reichtum“ muss neu gestellt werden, weil allein eine neue und andere Ökonomie den Verwertungs-, Konkurrenz und Wachstumszwang der Vergangenheit ablegen kann.

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  1. nonono

    Du hast aber schon mitgekriegt, dass Barbara Ehrenreich das mit der sozialistischen Verschwörung nicht ernst meint, oder?

  2. Na klar habe ich das – ich fand es auch ziemlich witzig.




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