Archive for the ‘Hannah Arendt’ Category

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat 2003 eine Broschüre mit dem Titel „Herausforderung Klimawandel“ veröffentlicht, in der von nicht nur „wissenschaftlichen, sondern zunehmend auch gesellschaftspolitischen Herausforderungen“ die Rede ist. Aktuell versuche mehr über Themen mit Umweltbezug zu lernen und mich in die Diskussion mit einzubringen. In allen Disziplinen, die mich interessieren (besonders Sozialwissenschaften, Ökonomie und Recht) wird der Begriff „Herausforderung“ so auffallend oft gebraucht, dass ich hier der darin transportierte Botschaft nachgehen will.

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Moderne Hirnforschungen stellen das traditionelle Konzept des freien Willens in Frage. Angeblich können WissenschaftlerInnen mit ihren Maschinen durch ein Experiment feststellen, welche Entscheidung ein Mensch treffen wird, noch bevor er oder sie selbst bewusst darüber nachgedacht bzw. einen Entschluss formuliert hat. Den Gegnern dieser Haltung geht langsam die Luft aus – denn sie können ihre Argumente nicht mit so glaubwürdig erscheinenden Ergebnissen aus Experimenten und Studien stützen.

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Am Dienstag, den 27. Mai 2008, veranstaltet das Hannah-Arendt-Zentrum der Universität Oldenburg von 18.00h bis 20.00h ein öffentliches Kolloquium mit der prominenten Ph.D. Peg Birmingham aus Chicago. Der Titel der Veranstaltung ist „Hannah Arendt and Human Rights“. Die Professorin aus Chicago bemühte schon in ihrem 2006 erschienenem Buch „Hannah Arendt & Human Rights: The Predicament of Common Responsibility“ eine natalistische Begründung der Menschenrechte – nach Arendt, das „Recht, Rechte zu haben“ und die Grundlage der politischen Inklusion. Der Natalismus unterstreicht die Möglichkeit der Menschen, einen Unterschied zu machen, zu handeln und zum politischen Raum zu gehören.

Die Einführung und die Moderation leistet Prof. Dr. Antonia Grunenberg – eine ausgewiesene Kennerin der Biographie und des Werkes von Hannah Arendt. Das Ganze findet statt im Audimax der Universität (Hörsaal 2, A 14) das mit einer Ausstellung zum Karl-Jaspers Jahr gerade beeindruckend ausstaffiert wurde. Die offizielle Ankündigung kann hier heruntergeladen werden.

Heute haben sich bereits viele soziale und berufliche Gruppen mit ihrer eigenen Rolle während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft auseinandergesetzt. Sogar das BKA ist dabei. Es geht dabei aber nicht darum, die Geschichte im Sinne einer „Vergangenheitsbewältigung“ abzuwickeln, sondern sich für das im eigenen Namen geschehene Unrecht „politisch verantwortlich“ zu zeigen. Diese Verantwortung besteht nicht gegenüber einer objektiven Vernunft oder Autorität (zum Beispiel „Gott“) – sie nimmt dich gegenüber dem „Zustand der Welt“ in die Pflicht, der durch individuelle und gemeinsame Handlungen beeinflusst werden kann. Die Erinnerung an ein Ereignis wie die Bücherverbrennung kann ein Zeichen der politischen Verantwortung sein – sie muss dafür aber von einer sich verantwortlich fühlenden Gruppe übernommen werden. Hannah Arendt konkretisierte den Begriff der politischen Verantwortung vor 40 Jahren in einem Vortrag:

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