In seinem dreiteiligen Animationsfilm „Wie funktioniert Geld?“ erklärt der Bremer Mediendesigner Max von Bock sein Verständnis von Geld. Weil er beruflich einer ist, der „was mit Medien“ macht, kennt er sich leider nicht besonders gut damit aus. Also fallen wichtige Ansätze der Soziologie (Geld als Kommunikationsmedium), der Alchemie (Geld: „Dies Metall lässt sich in alles wandeln“) und der Philosophie (Geld als Abstraktionsleistung) leider unter den Tisch. Anstelle dessen gibt es eine kreative Story: Außerirdische haben das Geld erfunden, um damit die Menschen auszubeuten und zu sie versklaven. Die merken aber nichts von dem Betrug, weil sie die fremden Eindringlinge nicht sehen, die sie mit fieser Heimtücke überlistet haben.

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„Doch schon kündigte sich die nächste Gefahr an, denn aus der Ferne vernahmen sie das Donnern von Charybdis. Dies war ein gefährliches Ungeheuer, das dreimal täglich die Meeresflut bis auf den Grund einschlürfte. Schiffe, die sich ihr näherten, wurden ebenfalls von ihr verschluckt. Ihr gegenüber befand sich Skylla, ein Meeresungeheuer mit weiblichen Oberkörper und sechs wilden Hunden als untere Körperhälfte. Als sie nun Charybdis auswichen, kamen sie Skylla zu nahe. Diese packte sich mit einem Griff gleich sechs der Gefährten und zermalmte sie. Mit Grauen hörte Odysseus die jammervollen Schreie der Unglücklichen und vergaß nie diesen schrecklichen Anblick“ (Die Odyssee, „Die Sirenen – Skylla und Charybdis„).

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TOFU ♥ YOU

Im webzwonulligen Glotzesubstitut „YouTube“ habe ich das folgende Video gefunden.

Entstanden ist es im Rahmen einer Diplomarbeit an der FH Augsburg, die den Titel „Kommunikationsideen für eine bessere Welt mit Tofu“ trägt. Zu dem Projekt gibt es auch eine Internetseite. Analog zu diesen Bildern ist das folgende Umfrageergebnis interessant: „Bei mehr als 90 Prozent der Deutschen kommt Fleisch täglich oder mehrmals pro Woche auf den Tisch. Einen hohen Preis will man für Schnitzel, Wurst etc. aber nicht ausgeben“ (YouGov).

Weil sich der Direktor der Zentrale Aufnahme und Ausländerbehörden (ZAAB), C. Lüttgau, durch ein Flugblatt in seiner persönlichen Ehre beleidigt fühlte, hat er einen Prozess vor dem Oldenburger Amtsgericht angestrengt. Konkret ging um die Begriffe „Lagerleiter“ und „rassistische Autorität“, die laut Anklageschrift auf das Amt, das Hr. Lüttgau innehat, gemünzt wurden. Die Anklage begründete dies damit, dass einem „unbefangenen Dritten“ das Wort „Lagerleiter“ eine Assoziation zu den Konzentrations- oder Vernichtungslagern des „dritten Reiches“ erlauben würde. Tatsächlich wird dieses Wort auch in ganz anderen Kontexten verwendet, wie eine Google-Suche ergeben kann.

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Mit dem Bachelor-Abschluss, den ich seit einigen Wochen habe, kann ich nicht promovieren. Dieser erste akademische Abschluss ermöglicht eigentlich keinen Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit, z.B. weil er als Qualifikation zur wissenschaftliche MitarbeiterIn nicht ausreicht. Noch gibt es kaum Möglichkeiten, vor dem Bachelor-Abschluss oder sogar schon davor wissenschaftlich zu arbeiten. Dabei gibt es sogar Master-Programme, für die eigene wissenschaftliche Publikationen vorausgesetzt werden.

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Erschossen

„SpOn“ hat Offenbarung und schlagzeilt: „Getöter Schüler: Alexis starb offenbar durch Querschläger„.

youhavethepowerIch möchte gern die Veranstaltungsankündigung des AStA Oldenburg flankieren und auf dieses Termin hinweisen: „Thema Energie. Global, lokal, individuell“, Donnerstag, 11.12.2008, 18.00 Uhr, Uni Oldenburg, Raum A4-419. Die drei Referenten sind:

  • Andreas Röhrbein (EnergieGlasnost), Politikwissenschaftler und Historiker zu „Die Schlüsselrolle der Energie in der globalen Klima- und Wirtschaftskrise“,
  • Bernd Ohm, Übersetzer und Historiker (Mutter Erde) zu „Transition Towns: Kopf, Herz und Hände der Energiewende “ und
  • Ekkehard Darge, Biologe und Mediator im Umweltbereich zu „Was kann ich tun?“ – Tipps zum Energieanbieterwechsel & zur Senkung der Energieausgaben

Geliehen #2

„Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen.

Von zurückgeben hat keiner was gesagt.“

Otto Waalkes – Der Außerfriesische

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat 2003 eine Broschüre mit dem Titel „Herausforderung Klimawandel“ veröffentlicht, in der von nicht nur „wissenschaftlichen, sondern zunehmend auch gesellschaftspolitischen Herausforderungen“ die Rede ist. Aktuell versuche mehr über Themen mit Umweltbezug zu lernen und mich in die Diskussion mit einzubringen. In allen Disziplinen, die mich interessieren (besonders Sozialwissenschaften, Ökonomie und Recht) wird der Begriff „Herausforderung“ so auffallend oft gebraucht, dass ich hier der darin transportierte Botschaft nachgehen will.

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heuschrecke

Ein possierliches und nützliches Wesen, in Szene gesetzt von Judo10.

Es geschehen unglaubliche Sachen, wirklich. Antisemitische Positionen kamen schon oft im Gewand des Tiervergleiches daher. Dass sie aber so widerspruchslos akzeptiert und übernommen werden wie bei der so gen. „Heuschreckendebatte“ hat mich sehr erstaunt. Setzt man eine bestimmte soziale Gruppe mit „Ungeziefer“, „Plagegeistern“, „Schädlingen“ oder „Parasiten“ gleich, dann öffnet sich möglicherweise zugleich auch der Raum, in dem die Forderung nach der Auslöschung dieser Gruppe gestellt wird. Zu diesem Thema schrieb der Historiker Michael Wolffsohn im Mai 2005:

„60 Jahre ‚danach‘ werden heute wieder Menschen mit Tieren gleichgesetzt, die – das schwingt unausgesprochen mit – als ‚Plage‘ vernichtet, ‚ausgerottet‘ werden müssen.“

Nach meiner Überzeugung findet man die Gleichsetzung mit Tieren aber nicht „nur“ in der so gen. „Heuschreckendebatte“, die aktuell ja zum Beispiel dazu geführt hat, dass das Wort „Heuschrecke“ ganz selbstverständlich als Platzhalter für eine Reihe unterschiedicher Unternehmens- und Unternehmer_innentypen benutzt wird. Dabei handelt es sich aber keineswegs um einen eliminatorischen Antisemitismus, sondern um eine verbreitete Form von latentem Antisemitismus. Allerdings können aggressivere Positionen hier Anschluss finden.

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